Superheldenmarathon

Irgendwie scheint die Sonne Kaliforniens stark meine Filmvorlieben zu mutieren. Für Superheldenfilme hatte ich bislang eigentlich recht wenig über. Sonntagabend im Fernsehen, okay – aber dafür ins Kino? Der letzte Film, den ich in Deutschland im Kino gesehen haben, war Control – nur mal so als Vergleich. Dazu dann das Kontrastprogramm hier, wo wir mit fünf Filmen in drei Wochen einen kleinen Superheldenmarathon abgezogen haben. Eine schnelle Reviewrunde, subjektiv sortiert von schlecht nach gut:

Hellboy Nummer 2 hätte man sich auch sparen können. Wobei ich aber auch schon kein Riesenfan vom ersten Teil war. Okayes Popcornkino, hier und da mal ganz lustig. Mehr nicht.

Hancock war dann schon eher was. Ganz unterhaltsam, allerdings muss ich den meisten anderen Meinungen, die ich dazu gehört habe, Recht geben: der Film baut in der zweiten Hälfe deutlich ab. Aber zumindest ist die Story nicht von vorne herein offensichtlich. Und die Idee, einen total versoffenen Superhelden auf Los Angeles loszulassen, finde ich nach wie vor immer noch ziemlich gut.

Ich mag ja Edward Norton. Als Hulk schafft er es sogar, so einem doch ziemlich actionlastigen Streifen einen gewissen Tiefgang zu geben. The Incredible Hulk wurde teilweise kritisiert für zu viele sinnlose Actionszenen. Mir sind im Gegenteil sogar hier und da die nicht animierten Bilder in Erinnerung geblieben, zum Beispiel aus der brasilianischen Favela. Dieser Film hat übrigens mit Abstand die beste Schlußszene, die ich hier aber nicht verraten werde.

Robert Downey Jr. macht in Iron Man einen ziemlich guten Job und macht aus der Figur auf jeden Fall den Superhelden mit dem meisten Humor in dieser Runde. Es hat dem Film anscheinend sehr gut getan, dass Marvel sich hier zu ersten mal daran versucht hat, einen ihrer Comics zu verfilmen. Finanziell dürfte sich das auch gerechnet haben.

Mit weitem Abstand unangefochten auf der eins: Batman in The Dark Knight. Allein schon die Tatsache, dass vor sich vor dem Kino eine iPhone-mäßige Schlange gebildet hatte, weil alle gute Plätze haben wollten, spricht für sich. Christian Bale gibt wieder die coole Sau schlechthin, dabei setzt der Film allerdings gegenüber Batman Begins nochmal deutlich einen drauf. Nicht weniger genial (wahrscheinlich sogar noch einen Tacken besser als Bale) ist Heath Ledger in seiner letzten Rolle als Joker. Ich will auch hier nicht zu viel verraten, aber der Film wird dem Riesenhype absolut gerechet. Unbedingt im Kino anschauen.

Außer Konkurrenz, weil nicht so ganz in die Superheldenecke (zumindest im klassischen Sinne) passend: Wall•E. Ist aber trotzdem sehr schön gemacht und sollte man sich bei Gelegenheit anschauen, wenn man was für Pixar-Filme überhat.

Guter Vorsatz für zu Hause: Dringend mal wieder einen Idependent-Film anschauen.

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