Justice @ E-Werk

Ob es am Betreiber der Location lag oder am Konzertveranstalter – keine Ahnung. Jedenfalls sollten beide eigentlich genug Erfahrung in ihrem Geschäft haben, um so einen Scheiß, wie er sich nach der Justice-Show abgespielt hat, zu vermeiden. Da war man nämlich aus irgendeinem Grund der Meinung, dass direkt nach dem Konzert doch bitte alle Besucher auf einmal möglichst schnell gehen sollten. Dazu wurde dann direkt mit Absperrband der Bühnenbereich weiträumig gesperrt, die Theken wurden dicht gemacht und alle Leute wurden Richtung Ausgang bzw. Garderobe gedrängt. Auf’s Klo gehen saß damit auch nicht mehr drin, die Örtlichkeiten liegen im E-Werk nämlich neben der Garderobe, vor der ca. 1000 Leute auf ihre Jacken warteten.

Die Krone haben dem ganzen dann noch die total unfreundlichen Security- und Thekenleute aufgesetzt (ich will hier nicht verallgemeinern, aber die meisten, mit denen wir an dem Abend zu tun hatten, waren wirklich unterste Sohle). Wenn man so eine blödsinnige Aktion schon bringen muss – vermutlich musste der Laden rechtzeitig wieder für den normalen Discobetrieb startklar sein – dann sollte man sich wenigstens Mitarbeiter besorgen, die entspannt und freundlich bleiben und den (völlig zu Recht) angepissten Leuten einigermaßen gut verkaufen können, was da abläuft.

Letzen Endes frage ich mich, ob es wirklich so ein Problem gewesen wäre, die ganze Aktion etwas zu entzerren. Wir hätten in der Zeit, in der wir blöd auf der Treppe rumgestanden und gewartet haben, eigentlich gerne noch was getrunken. Wir wären zufrieden gegangen, die Theke hätte noch ein paar Bier verkaufen können, und wir wären wohl genau so schnell draußen gewesen, wie es nun auch der Fall war.

Das Dumme an der Geschichte ist ja nun, dass das Ganze keine Konsequenzen haben wird. Kein Mensch beschäftigt sich damit, wer solche Veranstaltungen organisiert, und Konzertlocations haben wohl auch kaum Stammgäste, wie sie zum Beispiel ein Club zwingend braucht, um gut und konstant zu funktionieren. Als Clubbetreiber wäre so eine Aktion nah am finanziellen Selbstmord; wäre mir das in einem Club passiert, der hätte mich und sicher eine Menge andere Gäste auch zum letzten Mal gesehen.

So, genug aufgeregt. Die Show war übrigens super.

Ein Kommentar

  1. Alex

    Ich war auch auf dem Konzert und habe das Chaos “nur” an der Gaderobe mitbekommen. Als langjähriger E-Werk-Besucher waren diese Probleme neu für mich. Dass die “Gäste” nach einen Konzert direkt rausgeschmissen werden, ist leider traurige Realität bei vielen Veranstaltungen geworden. Wird wohl nach dem Konzert zu wenig Bier umgesetzt.
    Eine gute Organisation sieht wirklich anders aus!!

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