Eine Woche Napster

NapsterAm vergangenen Wochenende ist mein kostenloses Napster Test-Abo abgelaufen. Verlängert habe ich es nicht, aus verschiedenen Gründen.

Aber zunächst mal zu den Features, die mir an Napster gut gefallen haben. Der Client funktioniert ziemlich ordentlich, grobe Schnitzer habe ich nicht feststellen können (auch wenn man ohne Windows momentan noch in die Röhre guckt). Die herangehensweise ist hier und da etwas anders als z.B. in iTunes, aber man gewöhnt sich recht schnell ein. Nett sind auch die Features, die aus den Zeiten übernommen wurden, als Napster noch Filesharing-Plattform war. Man kann sich in den Musikarchiven anderer Nutzer umsehen und stößt so immer wieder auf Musik, die man noch nicht kannte. Nicht zuletzt ist es natürlich schon sehr verlockend, sich alles an Musik auf seinen Rechner laden zu können, das im Shop verfügbar ist, ohne dass dadurch höhere Kosten entstehen.

Diese Musik-Flatrate für knapp 10 Euro im Monat ist wohl der Punkt bei Napster, an dem sich die Geister scheiden. Für mich ist das nichts. Auch wenn man so immer wieder neue Musik herunterladen kann, finde ich es doch ziemlich einschränkend, wenn ich damit nichts tun kann, außer sie auf meinem Rechner anzuhören. Für’s Brennen auf CD werden ähnliche Geühren wie bei iTunes fällig. Da würde man wohl erwarten, dass das deutlich billiger ist – schließlich zahlt man schon für die Flatrate. Dass das CD-Brennen nicht im Flatrate-Preis enthalten sein kann, ist völlig verständlich. Aber eine andere Preisstruktur hätte ich schon erwartet.

Zweiter, sehr schwerwiegender Minuspunkt: Wer seine Napster-Musik auf einen mobilen MP3 Player kopieren möchte, muss dafür erstens 5 Euro zusätzlich im Monat zahlen, und zweitens vor allem eins der wenigen Geräte besitzen, die das Rights Management beherrschen.

Der letzte Aspekt, mit dem ich gar nicht zufrieden war, ist die Musikauswahl. Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich eher einen Nischengeschmack habe, aber an aktueller elektronischer Musik findet man bei Napster fast nichts. Da steht iTunes (um diesen Vergleich mal wieder zu bemühen) wesentlich besser da.

Schlußendlich bin ich einfach nicht bereit, 10 Euro im Monat für Musik auszugeben, die ich nicht auf meinen MP3 Player kopieren kann, und die nach Kündigung des Abos komplett futsch ist. Und ich bin sehr gespannt, wie Napster in Deutschland von der breiten Masse angenommen wird.

3 Kommentare

  1. problematik.net

    von gier und dem musik-download der zukunft

    napster bietet eine online-musik-flatrate an. solange hören, wie gezahlt wird. man könnte jetzt auf den gedanken kommen, dass die deutsche musik-industrie sich freut, dass sich das angebot an legaler download-musik vergrössert. so einfa…

  2. Logically

    …der Dienst flatster.com ist online und bietet eiunen Service, der hinsichtlich Preis und auch Nutzerfreundlichkeit alle in den Sachtten stellt. DRM ist kein Themna dort und es ist das günstigster legale Angebot zur Zeit (laut PC Welt Testbericht.

    Kann ich also nur jedem empfehlen, es sich mal anzusehn…

    Gruß
    Logically

  3. Marlohbrother

    …da hat son Medienanwalt (Abmahnanwalt) versucht, flatster dicht zu machen. hat aber wohl nich geklappt, weil er seine Vorwürfe nich beweisen konnte, woraufs ja eigentlich ankommt…

    Sehr lustig :-)

    http://www.rasch-vs-djs.de/news.html

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.