Die “Musikszene”

IFPI-Chef John Kennedy bei SpOn:

Ich bin froh, dass die deutschen Behörden die Bedeutung von Urheberrechtsverletzungen erkannt haben und konkrete Maßnahmen dagegen durchführen. Internetpiraterie hat die gesamte deutsche Musikszene schwer getroffen, was in den letzten fünf Jahren zu einem Umsatzverlust von etwa einem Drittel geführt hat.

Wenn da mal nicht jemand Musikszene mit Musikindustrie verwechselt.

3 Kommentare

  1. Klerenz

    Also weiter runtersaugen und MTV Cribs dabei schauen.
    Nur nicht erwischen lassen!

  2. thomas

    natürlich ist musikszene nicht gleich musikindustrie. aber: jedes gebrannte madonna album lässt nicht madonna ärmer werden, sondern führt zu geringeren chancen für interessante “nachwuchs-bands”, auf einem vernünftigen level musik zu machen.

    das bedeutet – immer mehr mainstream, immer weniger chancen für interessantes und ungewöhnliches.

    so, und jetzt bitte auf mich einhauen!

  3. Carsten

    Wer würde denn auf dich einhauen ;)

    Du hast natürlich Recht, keine Frage. Unter den Umsatzeinbußen leiden nicht die großen Acts, sondern die Kleinen. Die bekommen dann halt keinen Vorschuß mehr, wenn sie überhaupt einen Plattenvertrag kriegen, und können die Einbußen aus den CD Verkäufen auch nicht dadurch ausgleichen, einfach die Kartenpreise für ihre Konzerte beliebig zu erhöhen.

    Mir stinkt es nur gewaltig, dass die Musikindustrie (oder Rechteverwerter, wie es so schön heißt) den Kunden anscheinend mittlerweile immer erstmal primär als Dieb ansieht, den man mit DRM und kopiergeschützten CDs im Zaum halten muss. Sie haben den richtigen Zeitpunkt verpasst, um das Internet als Vertriebsweg zu nutzen, und der ehrliche Kunde muss nun darunter leiden, weil er sich die teuer gekauften CDs möglicherweise nicht mal für’s Auto kopieren oder auf den MP3 Player ziehen kann.

    Da ist es für mich kein Wunder, dass sich viele Leute einfach da bedienen, wo es nicht nur am billigsten, sondern auch am einfachsten und komfortabelsten ist, nämlich in Internet-Tauschbörsen. Dass das auch legal geht, musste der Musikindustrie mit iTunes erst ein Computer-Hersteller zeigen. Aber da war das Kind schon in den Brunnen gefallen.

    Leider ist halt nicht jeder so ein Liebhaber wie Du oder ich, der alles im Original haben will. Aber im Moment tun die Plattenbosse ja wirklich alles, um auch noch den letzten zahlungswilligen Kunden zu verprellen. Und das eben oft gar nicht im Sinne der Künstler, die immer vorgeschoben werden.

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