Top Ten differences between White Terrorists and Others →
1. White terrorists are called “gunmen.” What does that even mean? A person with a gun? Wouldn’t that be, like, everyone in the US? Other terrorists are called, like, “terrorists.”
Sehr entlarvend, auch die anderen neun.
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Heute schon gekotzt?
Nein? Dann reicht vermutlich ein Blick in die Kommentare unter dem (erstaunlich sachlichen und urteilsfreien) Bericht auf Bild.de über das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Sozialleistungen für Asylbewerber. Unfassbar, was ein offenbar nicht gerade kleiner Teil der Deutschen für ein Menschenbild hat.
Stefan Niggemeier hat die widerlichsten Kommentare gesammelt.
Der kleine Paul hat einfach jeden zu seiner Geburtstagsparty eingeladen. →
Wunderbarer Text, ich musste sehr lachen. Und ja, die meisten hysterischen Warnungen vor diesen ach-so-gefährlichen Facebook-Partys (allein schon dieses Wort!) sind wirklich nicht nur völlig überzogen, sondern ganz und gar lächerlich.
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Armee der Unsichtbaren →
Günter Wallraff schlüpft mal wieder in eine Rolle, diesmal als Paketzusteller. Die Geschichte im Zeitmagazin ist schon ein paar Wochen alt, fiel mir aber gerade wieder ein, als ich ein Paket angenommen habe.
Dass das ein Shicejob ist, war mir ja schon vorher klar. Aber dass die Arbeit dermaßen nah an moderner Sklaverei liegt, hatte ich nicht erwartet. Also: Den Jungs im Treppenhaus ruhig mal entgegenkommen und wenn sie was Dickes bringen, sollte auch mal ein Trinkgeld drin sein.
Widerstand zwecklos →
Wer nicht will, dass Meldeämter seine Daten an Adresshändler und Werbetreibende herausgeben, hat Pech gehabt. Selbst ausdrücklicher Widerspruch nutzt künftig nichts mehr.
Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man laut darüber lachen, was da von den Leuten entschieden wird, die uns pausenlos vor den ach so gefährlichen Datenkraken Google und Facebook warnen.
Was Friedrich verlangt, ist nach derzeitiger Lage ein Verfassungsbruch, und das aus gutem Grund. →
Udo Vetter nimmt sich unseren Bundesinnenminister zur Brust. Der hatte wieder mal lautstark nach der Vorratsdatenspeicherung geschrien, nachdem ein paar rechte Idioten auf Twitter rassistische Beleidigungen über Messt Özil gepostet hatten. Wie immer sehr lesenswert.
Herr Vetter kommt übrigens am 3. Juli nach Münster, zu einem Vortrag zum Thema Sie haben das Recht zu schweigen. Ich hoffe, dass ich die Zeit finde, hinzugehen.
Wer als Bürger nur noch Zeitung lesen, aber nichts mehr im Internet dazu sagen darf, kann sich getrost digital kastriert vorkommen. →
Udo Vetter erklärt noch mal, warum dieses vollkommen sinnfreie Leistungsschutzrecht ein viel größeres Problem für den Ottonormalblogger/Facebooker/Twitterer ist, als für Google. Bleibt zu hoffen, dass Gerald Spindler mit seiner Auffassung recht hat, dass das ganze verfassungswidrig ist, weil es eine Ungleichbehandlung der Verlage gegenüber unabhängigen Journalisten darstellt. Damit es gar nicht erst soweit kommt, kann man zum Beispiel prima die Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht (IGEL) unterstützen.
Wir haben allerorten für Großverdiener und Verwertungsindustrie bequeme Strukturen, die aber mit den digitalen Realitäten des 21. Jahrhunderts nichts mehr zu tun haben und letztlich den Geringverdienern und den Konsumenten schaden. →
Ein sehr lesenswertes Interview auf Telepolis mit Konzertveranstalter Berthold Seliger:
Da geht es oft um Propaganda mit allen Mitteln und um reine Ideologie. Die Verwertungsindustrie weiß, dass sie durch das Internet mit dem Rücken an der Wand steht und lässt sich als Reaktion allen möglichen Unsinn einfallen, einen ganzen Bauchladen voller Märchen, Mythen und Legenden: Zum Beispiel das Gerede von illegalen Downloads, die Frage der Raubkopien, der Mythos vom geistigen Eigentum und dessen Diebstahl, das Märchen von der Umsonst-Kultur,. Selbst Leute aus der Musikindustrie wie Tim Renner sagen, dass das alles Quatsch ist. Es ist natürlich ein Rückzugsgefecht.
Seliger macht zum Glück nicht den Fehler, sich auf die sonst momentan sehr emotionale Diskussion ums Urheberrecht einzulassen und beschränkt sich stattdessen auf sehr vernünftige, sachlich vorgetragene Argumente und Vorschläge. Vor allem die Idee des Opt-Ins, wie sie auch Lawrence Lessig in Free Culture vorgeschlagen hat, kommt mir bei der ganzen Diskussion viel zu selten vor. Nur die Verweise auf die NSDAP-Vergangenheit mancher ehemaliger GEMA-Funktionäre (bzw. der GEMA selbst) hätte er sich sparen können, die tun hier wirklich nichts zur Sache und machen seine sonst wirklich gute Argumentation nur unnötig angreifbar.
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Teurer Spaß
Dass [...] mittlerweile Fußballspieler aus der zweiten Liga für wert befunden werden, sich in das Goldene Buch einer deutschen Landeshauptstadt einzutragen, entspringt der übersteigerten gesellschaftlichen Bedeutung, die der Fußball hierzulande gewonnen hat. Die ökonomischen und politischen Vorteile, die daraus entstehen, kassieren Profiklubs und Verbände nur zu gerne. Für die Schattenseiten erklären sie sich jedoch als kaum zuständig und verweisen auf die Gesellschaft.
In dem FAZ-Artikel Inakzeptabler Ausgang geht es eigentlich um die Frage, ob das Relegationsspiel von Fortuna gegen Hertha wiederholt werden muss. Viel spannender finde ich die Fragen, die hier im Vorbeigehen gestellt werden: Ist Fußball wirklich gesellschaftlich so wichtig, dass wir Unsummen für die Sicherung von Fußballspielen und Fanzügen ausgeben wollen?

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