Posts zum Thema ‘Freebies’

Yellofier

Boris Blank – seines Zeichens eine Hälfte von Yello – und Håkan Lidbo – von dem ich ungefähr seit irgendeiner Force Inc. Platte nichts gehört hatte – haben den Yellofier gebaut. Eine iOS App, mit der sich jedes aufgenommene Geräusch dank eingebauten Effekten und Sequenzer in Musik verwandeln soll. Dazu gibt es eine kleine Competition um den besten Track, der damit gebaut wird.

Sieht nach einem großen Spaß aus und kostet nichts, wird also auf jeden Fall heute Abend mal getestet.

Wolkenkuckucksheim Mix

Das Wort Wolkenkuckucksheim ist eine Lehnübersetzung des altgriechischen Νεφελοκοκκυγία, das aus Aristophanes’ Komödie “Die Vögel” stammt. Es bezeichnet eine Stadt in den Wolken, die sich die Vögel als Zwischenreich gebaut haben. Mittlerweile wird der Begriff ähnlich wie der des Luftschlosses verwendet: als eine Utopie ohne Bodenhaftung, also ohne Realitätssinn.

Was die Wikipedia nicht weiß: In Münster steht das Wort seit zwei Jahren vor allem für eine der besten Partys der Stadt. Und die beiden Veranstalter David und Jens waren so nett, mich für das nächste Wolkenkuckucksheim am 13. April an die Plattenspieler zu bitten. Dass ich am 2. Geburtstag der Reihe ran darf und mich damit einreihen darf bei so tollen Gast-DJs wie Ed Davenport, Jake the Rapper, oder Epikur, ehrt mich natürlich sehr. Als Vorgeschmack habe ich schon mal einen kleinen Aufwärmmix zusammengestellt, der schon ganz gut die Richtung für den Abend vorgibt. Ich freu mich drauf!

Machinedrum: Nice Effort – 14 Remixe für Umme

Über Travis Stewart aka Machinedrum bin ich zum ersten Mal gestolpert, als er gemeinsam mit Praveen Sharma als Sepalcure auf Hotflush auftauchte. Über seinen Style kann man zwar sicherlich streiten, musikalisch ist man bei ihm dafür meistens auf der sicheren Seite, wenn man irgendwas mit Bass mag. Das gilt auch für die 14 unveröffentlichten Remixe, die er jetzt für Umme raushaut:

Hi friends, I present to you a compilation of remixes that I made between 2005 and 2010 of various artists that have either been rejected, unreleased or just straight up unfinished. Some were made for fun while others were for hire. Needless to say a lot of the mixdowns are, well, questionable. Either way, nice effort right?

Yup, nice effort.

Fugeez or not

DJ Zinc packt einen absoluten Klassiker in die Soundcloud. Good old times.

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Rub-a-Dub Style: The Roots of Modern Dancehall

Die New Yorker Autorin Beth Lesser beschäftigt sich schon seit den Achtzigern mit jamaikanischer Musikkultur und hat seitdem schon diverse Bücher zu Reggae, Dancehall, Dub und Co. veröffentlich. Man kann die gebürtige Kanadierin also wohl getrost als Instanz bezeichnen, auch wenn sie mir vorher noch nie untergekommen ist (was Reggae angeht, bin ich aber sowieso eher Amateur). Ihr neuestes Werk Rub-a-Dub Style: The Roots of Modern Dancehall ist stolze 355 Seiten dick und – tadaa! – als kostenloses PDF zu haben. Beth verschenkt das Buch as an appreciation of Jamaica, it’s people and it’s culture, for the 2012 celebrations of the 50th anniversary of Jamaican independence. Nice.

Auf totem Holz gibt es das ganze auch, für schmale 14 Euro.

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Arrested Development – Standing At The Crossroads

Ehrlich gesagt wusste ich ja gar nicht, dass es Arrested Development überhaupt noch gibt. Ich kann mich noch dunkel erinnern, dass ich damals™ irgendwann mal Vatterns Autoradio mit einem Tape von 3 Years, 5 Months And 2 Days In The Life Of… geschrottet habe. Jedenfalls feiert die Combo dieser Tage ihr zwanzigjähriges – sehr beachtlich! Zu diesem Anlass haut die Combo ihr neuestes Album im Tausch gegen eure Email-Adresse raus. Nicht alles 100% mein Ding, aber hier und da knüpfen sie definitiv an die alten Zeiten an. Auf die nächsten 20.

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Podcastizm

Zwei sehr warme Empfehlungen für Freunde des 4/4 Takts mit einem gewissen Tiefgang. Einmal der neue Groove Podcast, diesmal zusammengestellt von Oskar Offermann und Edward. Die Jungs von White mag ich ja sowieso sehr. Schöne Platten. Und zum anderen der Perpetuum Mobile Podcast der Jungspunde von Epikur aus Hamburg. Unfassbar, dass die beiden erst Anfang 20 sind. Und sehr schade, dass ich sie vor zwei Wochen beim Wolkenkuckucksheim verpasst habe.

Direkt-MP3s: Oskar Offermann & Edward | Epikur

Für einen guten Start ins lange Wochenende.

Bersarin Quartett – Live @ Dom, Moskau

Zwei Seelen wohnen in unseres Local Hero Thomas Bückers Brust. Als Erfinder des Frickelbumms ist er schon seit vielen Jahren unter dem Pseudonym Jean-Michel unterwegs, auch regelmäßig immer mal wieder bei unseren Dubstecials. Dann und wann aber trommelt Thomas sein imaginäres Quartett zusammen und macht Kopfkinomusik. Melancholisch, ziemlich episch und so durchproduziert, dass man wirklich den Eindruck hat, dass da mindestens ein echtes Quartett, wenn nicht gar ein ganzes Orchester am Werk ist. Das neue Album II seines Projektes Bersarin Quartett funktioniert dementsprechend am besten auf dem Kopfhörer und steht in den aktuellen DE:BUG Charts nicht umsonst ganz oben auf dem Podest. Im Interview beim Black Magazine erzählt Jean-Thomas ein bisschen was über den Entstehungsprozess, und was ihn sonst noch so umtreibt.

Für die Umsetzung vom Bersarin Quartett als Liveprojekt hat Thomas sich noch den Drummer Benjamin Kövi Kövener und den Gitarristen/Bassisten Patrick Bradowsky ins Boot geholt. Im Februar haben die drei eine Show im Dom zu Moskau gespielt, die es jetzt bei Denovali – bei denen auch II erschienen ist – für umme zum Download gibt. Läuft bei mir jetzt schon zum wiederholten male durch und macht Laune auf den 31. Mai. Das gibt es das ganze in Münster übrigens auch live zu begutachten in der Black Box.

Jean-Michel und Bersarin Quartett gibt es auch bei Spotify.

Photek DJ Kicks

Eigentlich komisch, dass Photek sich bislang noch nicht bei den DJ Kicks einreihen durfte. Rupert Parkes hat sich schon in der Jungle- und Drum&Bass-Szene der 90er einen Namen gemacht mit seinem cleveren Sound, der damals sehr im Kontrast stand zu dem immer ruppiger werdenden Output der anderen D&B Produzenten. Dabei hatte Photek immer auch die ein oder andere Produktion, die über seinen üblichen Tellerrand blickte – die Househymne Mine to Give mit Robert Owens am Mikrofon gehört zum Beispiel zu meinen Lieblingsklassikern.

Höchste Zeit für seine DJ Kicks Ausgabe also, auch wenn Photek den Ritterschlag durch die legendäre Serie auf !K7 sicher eigentlich gar nicht mehr nötig hat. Ein bisschen war er auch in der Versenkung verschwunden in den letzten Jahren, in seiner Diskografie klaffen einige größere Lücken. Das hat sich 2011 geändert, der Altmeister tauchte wieder auf der Bildfläche auf, und zwar mit ein Paar dermaßen großen Vertretern moderner Bassmusik, dass sie die Jungspund-Post-Dubstep-Produzenten das Fürchten lehrten. Diesen Sound setzt er jetzt auch auf seiner DJ Kicks fort, die am Montag erscheint. Bis dahin gibt es das Werk aber schon mal im kompletten Stream (was es bislang meines Wissens bei keiner DJ Kicks gab) und den Track No Agenda bei XLR8R zum Download:

Toller Mix. Der Vollständigkeit halber noch die Tracklist:
1. Photek – Azymuth*
2. Kromestar – In 2 Minds
3. Hot Toddy feat. Ron Basejam – I Need Love (Morgan Geist’s Love Dub)
4. DLX – Modern Man
5. DJG – Here Come The Dark Lights
6. Dustmite & Kuru – Bare
7. Photek & Pinch – M25FM
8. Photek – No Agenda*
9. Baby Ford + Eon – Dead Eye (Original Version)
10. Marco Effe – Sexgas (Arnaud Le Texier Remix)
11. DJG – Say Something
12. Guy J & Miriam Vaga – No Under But You
13. Daze Maxim – Tomorrow Universe
14. Sepalcure – Taking You Back
15. Photek – Levitation*
16. Photek & Kuru – Fountainhead (DJ-Kicks)*
17. Synkro – Look At Yourself
18. Photek – 101 (Boddika’s Drum Machine Remix)
19. Parxe & Grincheux – The Art Of Nothing pt. 1

Guido & Co: Bassmusik für umme

Auf Guido bin ich das erste mal durch seinen fantastischen Remix für Lauren Pritchards Song Stuck aufmerksam geworden:

Danach kamen einige tolle Platten auf Labels wie Punch Drunk oder Tectonic – allesamt mit diesem ganz eigenen, undefinierbaren Wobblefunksound, den so irgendwie nur Guido kann. Dass er aus Bristol kommt, überrascht da wohl niemanden. Jetzt pustet der junge Mann mit dem etwas eigentümlichen Namen eine kleine EP mit drei Stücken für umsonst in die Soundcloud:

Free downloads giveaway.. by guido productions

Nur solange der Vorrat reicht. Der Marinelli hat übrigens auch was Empfehlenswertes ausgegraben: Einen kleinen Sampler des auch von mir sehr geschätzten Labels 7even Recordings. Ebenfalls für (fast) umsonst, die 7even Jungs möchten dafür nur eure Email Adresse haben. Die ist es wert, versprochen: