Posts zum Thema ‘Lesen’

So aber führt Snowden die Regierenden regelrecht vor, treibt sie förmlich vor sich her und macht deutlich, dass eine Versicherung von denen fast genau nichts wert ist. →

ROFLcopter

Toller Text von Ronny. Hatte ich so noch gar nicht gesehen, aber es stimmt: Es ist wahnsinnig clever von Snowden, alles, was er weiß, häppchenweise preiszugeben und damit die Regierungen vor sich her zu treiben, sie zu immer neben Erklärungen und Beschwichtigungen zu zwingen. Und zugeben zu müssen, dass sie letzte Woche gelogen haben.

Was mich am meisten besorgt an dieser ganzen Geschichte, ist allerdings die allgemeine Gleichgültigkeit der Öffentlichkeit. Mario Sixtus fasste das kürzlich ganz treffend zusammen:

Ach ja, Kartoffeln sind übrigens auch teuerer geworden.

Best of Amazon Produktreviews →

Wer absurde Artikel bei Amazon verkauft, muss mit absurden Reviews rechnen. T.C. Zimmermann schreibt zum Beispiel über seine brandneue Pferdemaske:

By wearing this mask, I was able to get anything and everything I needed. Plenty of hay, lots of time to run and, best of all, I no longer have to wear pants.

Erbkleptokratie, Hirnimplosionen und Teragagaheit →

Die Welt hatte in der Ausgabe vom Samstag ein Interview mit Marusha, das man mittlerweile auch online nachlesen kann. Und was die Plattendreherin da so von sich gibt, spornt Sascha Lobo zu Höchstleistungen an. Während man einerseits aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr herauskommt angesichts der hanebüchenen Äußerungen der geborenen Marion Gleiß, krümmt man sich vor lachen bei Wortschöpfungen wie Erbkleptokratie, Hirnimplosionen und Teragagaheit. Denn:

Monty Pythons tödlichster Witz der Welt wurde als Techno-DJane wiedergeboren.

Frisur hin oder her, für solche Artikel muss man Sascha Lobo einfach lieben.

Bezahlen im Netz →

Das ist das Netz, ich will nicht behandelt werden, als würde ich etwas von einem Drücker an der Haustür erwerben. Ich will auch nicht kilometerweise Formulare ausfüllen oder meinen Lebenslauf einreichen. Und ich will nicht nach einer Bezahlfunktion suchen müssen, oder die Bedingungen dazu recherchieren müssen. Ich will ein ehrliches Geschäft machen, nicht wie ein Betrüger behandelt werden. Ihr bekommt womöglich meine Kreditkartendaten, zeigt mir gefälligst, dass ihr dieses Vertrauen würdig seid.

Viele Onlineshops könnten wesentlich mehr Umsatz machen, wenn sie nur auf Nico Bruenjes hören würden.

Herr Professorin →

Beim BILDblog arbeiten sie schön auf, wie die Ente von Herr Professorin sich von Spiegel Online aus in der deutschen (und mittlerweile internationalen) Presselandschaft ausbreitet.

Qualitätsjournalismus my ass.

Warum wir AdBlocker nutzen →

Werbeblocker verschonen den gemeinen Websurfer nicht nur von blinkender Bannerwerbung und allerlei irrelevanten Anzeigen, auf die sowieso kein gesunder Mensch klicken würde. Sie halten vor allem die Datensammelwut der Verlage einigermaßen im Zaum (die im übrigen ja immer sehr gern mit den pösen Datenkraken Google und Facebook aufmachen).

Schon ein paar Tage alt, dadurch aber natürlich nicht weniger richtig.

Glutamat: Alles wird gut! →

Ausgerechnet das als notorisch gefährlich geltende Glutamat ist laut Wissenschaft nicht nur völlig harmlos, sondern in vielfacher Hinsicht sogar wertvoll.

Ich bin mal eben Chips kaufen.

[via]

Mine →

Ktinka bringt auf den Punkt, warum auch ich trotz Facebook, Twitter, Tumblr, und dem ganzen anderen Kram immer noch diese kleine Domain hier am Leben halte, um dort dann und wann etwas zu veröffentlichen. Und warum auch ich seit 7 Jahren jedes Jahr Geld an Flickr überweise.

Toller Text.

Going digital: One month, no wallet


Foto: CC Ariel Zambelich/Wired

Christina Bonnington schreibt für die amerikanische Wired und macht gerade ein interessantes Experiment: Sie versucht, einen Monat lang ohne Portemonnaie durch den Alltag zu kommen. Kein Bar- oder Plastikgeld, kein Ausweis, kein Führerschein. Stattdessen nur ihr Telefon mit ein paar Apps und Google Wallet.

In der Bay Area funktioniert das erstaunlich gut, bis auf die zu erwarteten kleineren Zickerein der Technik. Die Einkaufsmöglichkeiten scheinen durchaus vielfältig zu sein, nur am Türsteher eines Clubs scheitert sie kläglich, er gibt sich nicht mit einem Photo von ihrem Führerschein zufrieden. Im neuesten Teil der Serie (die vorherigen Beiträge sind von dort verlinkt) versucht sie gar, mit der Methode in Urlaub nach Hawaii zu fliegen. Wer die TSA kennt, wird das ähnlich mutig finden wie ich (Spoiler: funktioniert, nach einer ausgiebigen Fragerunde – und wohl nur, weil es ein Inlandsflug war). Auto mieten geht wiederum nicht, auch hier wird der echte Führerschein und eine richtige Kreditkarte gebraucht.

Vielleicht will die ja jemand von der deutschen Wired das hierzulande mal ausprobieren? Ich würde dann allerdings vorher den Kühlschrank ordentlich voll machen, das Ergebnis wird wahrscheinlich sehr viel ernüchternder sein als im Silicon Valley.

Rub-a-Dub Style: The Roots of Modern Dancehall

Die New Yorker Autorin Beth Lesser beschäftigt sich schon seit den Achtzigern mit jamaikanischer Musikkultur und hat seitdem schon diverse Bücher zu Reggae, Dancehall, Dub und Co. veröffentlich. Man kann die gebürtige Kanadierin also wohl getrost als Instanz bezeichnen, auch wenn sie mir vorher noch nie untergekommen ist (was Reggae angeht, bin ich aber sowieso eher Amateur). Ihr neuestes Werk Rub-a-Dub Style: The Roots of Modern Dancehall ist stolze 355 Seiten dick und – tadaa! – als kostenloses PDF zu haben. Beth verschenkt das Buch as an appreciation of Jamaica, it’s people and it’s culture, for the 2012 celebrations of the 50th anniversary of Jamaican independence. Nice.

Auf totem Holz gibt es das ganze auch, für schmale 14 Euro.

[via]